Sankt Augustin, 02. bis 03. Juli 2009: Apotheker-Symposium bei megapharm GmbH "Die 15. AMG-Novelle – Chancen und Risiken"
Apotheker unter sich:
Acht Apothekerinnen und Apotheker diskutierten aus Sicht der dezentralen zytostatikaherstellenden Apotheken: "Welche Auswirkungen hat die 15. AMG-Novelle auf eine qualifizierte und ortsnahe onkologische Versorgung in Deutschland?"
Ab sofort soll das Apotheken-Symposium in Sankt Augustin zu einer Institution werden – und zwei- bis dreimal im Jahr stattfinden. Darüber sind sich die Teilnehmer des ersten Apotheker-Symposiums sowie die Initiatoren - Dr. Matthias Ackermann, Geschäftsführer, und Axel Dembour, Apotheker und Technischer Direktor, beide megapharm GmbH - einig.
Mit dem Ziel, den fachlichen Austausch - zunächst zwischen den regionalen Apothekerinnen und Apothekern der Köln-Bonner Region - zu fördern und den immer wichtiger werdenden Gedanken eines gut funktionierenden Netzwerkes zu stärken - rief megapharm das ersten Apotheker Symposium in Sankt Augustin ins Leben.
Zentrales Thema war die Gesetzesänderung der 15. AMG-Novelle (PDF, 108KB) – und die zu erwartenden Auswirkungen für die zubereitenden Apotheken.
Dr. Heinz-Uwe Dettling, Rechtsanwalt für Pharma- und Gesundheitsrecht der Kanzlei Oppenländer, stellte die wesentlichen, für die zubereitenden Apotheken relevanten Änderungen der 15. AMG-Novelle vor.
Mit der Gesetzesbegründung zum § 300 SGB V (PDF, 11KB) – Übermittlung des Arzneimittelkennzeichens für Fertigarzneimittel in parenteralen Zubereitungen – sind nun alle Anbieter von Arzneimitteln per Gesetz dazu verpflichtet, ihre Einkaufspreise gegenüber den Krankenkassen transparent zu machen.
Gleiche Voraussetzungen und Bedingungen für alle Anbieter - wie z.B. für Klinikapotheken, Herstellerbetriebe und öffentliche Apotheken - wurden letztendlich durch den § 129 SGB V (PDF, 32KB) geschaffen. Dieser Gesetzesentwurf hatte lange für Spannung gesorgt. Die erst kurz vor Verabschiedung durchgesetzte Änderung wurde mit Erleichterung aufgenommen, die offensichtlichen Wettbewerbsnachteile für die öffentlichen Apotheken sind damit ausgeschaltet.
Welche Rolle den dezentral aufgestellten zytostatikaherstellenden Apotheken bei der ortsnahen qualifizierten onkologischen Versorgung in Deutschland zukommt, weiß Firmenmitbegründer Matthias Ackermann, genau. Tragen diese doch die Verantwortung dafür, dass auch schwer Erkrankten in ambulanten Therapien die verordneten Arzneimittel in gesicherter Qualität und unter fachkundiger Beratung zugänglich sind.
Als Systemanbieter in der Onkologie verfolgt Ackermann mit seinem Unternehmen seit mehr als 15 Jahren das Ziel, die Versorgungsqualität in der Krebstherapie für alle Beteiligten nachhaltig zu verbessern. Als Vollsortimenter für onkologische Spezialpräparate versorgt das Unternehmen zum Beispiel rund 400 zytostatikaherstellende Apotheken mit einem Portfolio von mehr als 1.300 in Deutschland zugelassenen onkologischen Präparaten.
In den letzten Jahren hat sich die onkologische Landschaft stark verändert. Zentrenbildung, Ärzte-Kooperationen und Netzwerke sind die Antwort auf gestiegene Anforderungen und knappe Budgets. Aber auch der Ruf nach messbarer Qualität und entsprechenden Leitlinien wird lauter. Umso wichtiger wird kontinuierliche Weiterbildung und das beständige Streben nach Verbesserung. Aus diesem Gedanken heraus entwickelte Axel Dembour ein praxisnahes Workshop-Programm - speziell auf die Belange von zubereitenden Apotheken abgestimmt.
Sogenannte „Spill-Schulungen“ sollen dabei helfen, zukünftig in der Apotheke im Umgang mit Brüchen bei Zytostatika-Verpackungen professionell zu handeln. Gemeinsam mit dem TÜV-Nord ist ein eintägiger Workshop zum Thema: „Effektive und sichere Zytostatika-Zubereitung“ entstanden.
Effizienz in Apotheke und ärztlicher Praxis spielen eine immer wichtigere Rolle. Gemeinsam mit megapharms Qualitätsmanager Thomas Schaller wurde eine Schulung konzipiert, die sich auf übergreifende Kommunikation zwischen PTA und MTA konzentriert. Im Workshop werden typische Arbeitssituationen analysiert – und abgestimmte Verhaltensempfehlungen und Antworten gemeinsam entwickelt:
- Worauf kommt es bei der Kommunikation zwischen Praxis und Apotheke an?
- - Wo sind Unterschiede?
- - Wo sind Gemeinsamkeiten?
- Wie organisiere ich die Lagerhaltung und den täglichen Medikamentenbedarf sicher, fehlerfrei und effizient?
- Der richtige Umgang mit Medikamenten – und speziell mit Zytostatika
Auch hier ist das Ziel, Zusammenarbeit zu erleichtern und reibungslos zu gestalten - und den übergreifenden fachlichen Austausch zu fördern.
Das Workshop-Angebot wird durch ein spezielles Aktionsprogramm für Apotheken zum Thema „Patienten-Compliance bei der Einnahme oraler Zytostatika“ abgerundet. Die korrekte Einnahme oraler Medikation - ohne die fachliche Aufsicht des Arztes - ist maßgeblich für den therapeutischen Erfolg einer solchen Behandlung.
Die ersten Workshops sind für September 2009 vorgesehen - einen vollständigen Überblick zu den Workshop-Angeboten finden Sie in Kürze hier. Folgetermine für die nächsten Apotheker-Symposien sind ab Oktober 2009 eingeplant – eine Terminübersicht finden Sie in Kürze hier.
Möchten Sie uns Ihr Feedback zum Apotheker-Symposium geben – oder sich zu einem der nächsten anmelden? Haben Sie Anregungen oder Wünsche an uns? Axel Dembour ist Ihr Ansprechpartner. Sie erreichen ihn unter 02241 9357 3000 – oder per E-Mail: a.dembour@megapharm.de
|